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Dadurch, dass ich darüber schreibe, wie One Spirit arbeitet, um den Oglala Lakota dabei zu helfen, ein besseres Leben zu erreichen durch verschiedene Arten der Hilfe, die sie dazu befähigen, Wege zu finden, sich selbst zu helfen, um die Ernährung, Wohnsituation und Gesundheit zu verbessern und dies alles im Rahmen ihrer traditionellen Kultur, habe ich die wertvolle Gelegenheit, zumindest ein paar Worte ihrer Sprache zu lernen.

 

Jennifer

Bild von Gudrun Georges

Als Jeri mich bat, unseren Freunde und Unterstützern von der tollen Frau zu berichten, die jetzt als Leiterin das Jugendzentrum in Allen leitet, begann ich damit, dass ich zunächst Jennifer Richards, die Jeri als die „perfekte Großmutter“ für die Gemeinde Allen bezeichnete, anrief. Ihre Leidenschaft, den Jugendlichen und darüber hinaus jedem in Allen, das oft als die ärmste Gemeinde in den USA bezeichnet wird, zu helfen, nahm mich sofort gefangen. Sie bringt Engagement und Erfahrung mit, insbesondere als Angestellte an einem Gericht; sie hat schon als Hilfslehrerin gearbeitet und für den indianischen Gesundheitsdienst. Sie hat bemerkenswert schnell erkannt, welche Programme dringend benötigt werden, um das Zentrum effizienter und erfolgreicher zu führen, damit sich die Horizonte der jungen Lakota von Allen erweitern.

Auf der Suche nach dem einen Wort, das am besten beschreibt, was Jennifer dem Jugendzentrum bringt, mußte ich feststellen, dass ich zwei Wörter dafür brauche, nämlich „Wunder“ oder „günstige Gelegenheit“, welche auf den Punkt bringen, was sie innerhalb kürzester Zeit erreicht hat: „wicohan“ (Gelegenheit, Tat) und „tanka“ (vorteilhaft, gut). Während das Jugendzentrum seit seiner Eröffnung eine wertvolle Einrichtung war, ist es jetzt auf dem Weg unter Jennifers engagierter und durchdachter Führung, ein noch größerer Gewinn für die Menschen von Allen zu werden.

Bamm Brewer traf Jennifer während einer Weihnachtsfeier für Maggies Haus, das ein Obdachlosenasyl in Kyle ist. Sie hat dort als Freiwillige gearbeitet, da sie zu der Zeit arbeitslos war (ein typisches Problem auf der Pine Ridge Reservation). Statt dass sie sich selbst bemitleidet hat, hat sie sich um die bedürftigsten der Lakota gekümmert. Bamm brachte sie mit Jeri zusammen, da wir für das Jugendzentrum einen neuen Leiter brauchten. Nach einigen Gesprächen und der Prüfung ihres Lebenslauf wurde sie im letzten Januar als neue Leiterin eingestellt.

Jennifer und Kind Bild von Gudrun Georges

Als sie zum Jugendzentrum kam, kümmerte sie sich als erstes um nötige Wartungen, Reinigung und die Vertreibung einiger Mäuse, so dass das Gebäude wieder ein sicherer und gesunder Aufenthaltsort für die Gemeindemitglieder wurde. Außerdem benannte sie einige Freiwillige und stellte auch bezahlte Aushilfskräfte aus der Gemeinde Allen ein. Zu mir sagte sie: „Ich stelle mir ein Team zusammen.“ Hier gibt es ihre eigene Liste darüber, was in diesem Jahr im Jugendzentrum alles passiert ist (leicht überarbeitet vom Autor): Report 2019 Jugendzentrum Allen

Zunächst zögerten die Leute aus Allen, sich zu beteiligen, da Jennifer näher bei Kyle lebt und daher als Fremde angesehen wurde. Als die Leute aber merkten, dass sie voll Enthusiasmus steckte, das Jugendzentrum vorwärts zu bringen, kamen Freiwillige auf sie zu und boten ihre Hilfe an für die vielen oben genannten Programme. Das ist, was sie mit Teambildung meinte. Sie ermuntert jeden, Vorschläge für neue Programme zu machen oder wie sie es nennt: „eine Gruppe von Entdeckern“.

Ein weiteres Beispiel für Jennifers Wunsch, die Horizonte der Jugendlichen von Allen zu erweitern, was ein Ausflug zum Oglala Lakota College Historical Center, der neulich stattfand und bei welchem die jungen Lakota sehr viel über ihre eigene Geschichte, Herkunft und Kultur lernen konnten. Das Ziel war, die Geschichte der Lakota weiterzugeben und auch, die Kinder aus ihrer „Komfortzone“ rauszuholen. Einige von ihnen kamen bei dieser Gelegenheit zum ersten Mal mit der stolzen Geschichte ihrer Leute in Berührung.

 
Das brachte ein 9jähriges Mädchen dazu, ein neues Projekt vorzuschlagen, das Unci Mak’a Projekt. Da es den Anschein macht, dass die Menschen endlich beginnen, auf die Umwelt zu achten, so wie die 16jährige Greta Thunberg aus Schweden, übernehmen die Jungen die Führung dabei, uns mit dem Klimawandel und den Anforderungen einer natürlichen Umwelt zu konfrontieren. Da die Lakota sehr mit ihrer natürlichen Umgebung verbunden sind, beinhaltet dieses Programm auch biologischen Gartenbau, das Pflanzen von Bäumen, Reinigung der Umgebung und Müllentsorgung sowie Verschönerung der Gemeinde.

Wichtige Programme im Kampf gegen Drogenmißbrauch sowie Selbstmorde von Teenagern und das Lernen, wie man die Herausforderungen des Lebens meistern kann, werden entwickelt. Zusätzlich dazu möchte Jennifer die Unterstützer von One Spirit darauf hinweisen, dass wir auch weiterhin Spenden für die Tafel brauchen und für den Waschsalon, den wir am Jugendzentrum einrichten wollen, damit die Leute aus Allen dort ihre Wäsche waschen können. Dadurch wollen wir mithelfen, Läuse und anderes Ungeziefer, das sich in ungewaschener Wäsche breitmacht, zu eliminieren.

 

 

Jennifer

Bild von Gudrun Georges

Wir haben auch Geld dafür verwendet, die Kinder mit Halloween Kostümen auszustatten und werden auch ein Weihnachtsessen für die Gemeinde finanzieren. Zusätzliche Ausgaben entfallen dann noch auf die Bezahlung von Mitarbeitern im Jugendzentrum und den Kauf von Computern und Zubehör für die jungen Leute.

Kurz gesagt, Jennifer versucht ihr Bestes und schaut danach, was am dringendsten benötigt wird und der Gemeinde Allen nützt. „Wie eine gute Großmutter,“ wie Jeri sagt. Das schließt aber auch wenn nötig verbale Disziplinierungen ein, aber auf der anderen Seite auch die Ermunterung der Kinder, sich gut zu benehmen. Habe ich schon erwähnt, dass sie an ihren freien Tagen bei sich zu Hause Essen kocht und es dann für die Gemeinde ins Jugendzentrum bringt?

Jennifer sagte mir, als ich sie fragte, wie ihr ihre Arbeit gefüllt: “Am Ende des Tages fühle ich mich erfüllt.“

 
One Spirit ist nicht mehr als die Summe der Mitglieder, Unterstützer und Freunde, die sich engagiert um die Oglala Lakota kümmern. Wir wollten Sie über Wicohan Tanka informieren, durch die das Jugend- und Gemeinschaftszentrum eine noch stärkere und gute Kraft in dieser gottverlassenen Gemeinde geworden ist. Dies war und ist nur durch Ihre großzügigen Spenden möglich, die auch steuerlich absetzbar sind, selbst unter der jetzigen (US) Regierung.

Durch Ihre Güte können Jennifer und One Spirit das Jugend- und Gemeindezentrum in Allen weiterhin ausbauen und verbessern sowie den jungen Menschen und auch der restlichen Bevölkerung dort Hoffnung und eine Perspektive geben.

In diesem Sinne sagte Jennifer zu mir am Ende unserer Unterhaltung: „Komm einfach vorbei. Wir finden eine Arbeit für Dich!“

 

Für Jeri, Jennifer und auch in meinem Namen sage ich ein großes DANKESCHÖN / PILAMAYA an Sie alle.

Haben Sie vielen Dank für Ihre fortwährende Unterstützung!

 


Jim Drevescraft
Freiwilliger

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