A- A A+

Wie riecht Erfolg? Da gibt es viele Möglichkeiten: der Geruch eines Holzfeuers, das ein Zuhause erwärmt, der Geruch eines guten Essens, das gerade gekocht wird und der Geruch von schmutzigen Schuhen, die auf dem Boden des Jugendzentrums liegen.

In der letzten Woche habe ich die Reservation besucht und kann mit Fug und Recht behaupten, dass dies einer der aufregendsten Besuche war, die ich je gemacht habe. Alle von uns haben hart gearbeitet, um die Lakota bei der Schaffung neuer Ressourcen für ihre Leute zu unterstützen und viele Dinge, die wir begonnen haben, kommen jetzt zu einem glücklichen Abschluß.

Junge und Mädchen im Jugendzentrum

Foto: Gudrun Georges

Ich bin sehr glücklich darüber, dass das Jugendzentrum in Allen und die Leitung gut funktionieren. Jeden Tag erhalten 50 – 100 Kinder ein Essen und manchmal sind es sogar 200 Kinder, die versorgt werden müssen. Jennifer, die Leiterin, bekommt Hilfe von den Eltern und sie hilft auch dabei, neue Programme zu planen. Die Kinder werden im Trommeln unterrichtet (Powwow Trommel und Handtrommel), sie lernen Hand Games (traditionelle indianische Spiele), Bogenschießen, Baseball, Brettspiele, usw. Wir planen jetzt einen speziellen Tag für die Lakota, den wir Native Pride Day (Tag des Stolzes auf die indianische Herkunft).  Nähere Einzelheiten folgen.

 

Das Schlachthaus

Schlachthaus

 

Das Schlachthaus ist voll ausgelastet und Bamm muß teilweise sogar die Leute, die zum Schlachten kommen wegschicken, da er keine Kapazitäten mehr hat. Das Schlachthaus ist jetzt endlich von der Regierung des Staates Süddakota als custom exempt Einrichtung offiziell anerkannt. Custom exempt bedeutet, dass das Schlachthaus 1 - 2 Mal im Jahr von einem Lebensmittelinspektor kontrolliert wird und nicht ständig, wie bei anderen Schlachthäusern. Hier können Büffel, gejagte Tiere wie Rehe und Hirsche und auch Kühe, Schweine, usw. geschlachtet werden. Wir haben direkt neben dem Schlachthaus Land gepachtet, um darauf Gras für die Büffel wachsen zu lassen.

 

Neues Lebensmittelzentrum in Porcupine

 

Neues Verteilzentrum
Verteilzentrum innen Verteilzentrum außen

 Fotos Gudrun Georges

Wir haben einen Mietvertrag für ein neues Gebäude in Porcupine unterschrieben, das unser neues Lebensmittelverteilzentrum wird. Es ist ein ordentliches und großes Gebäude, das gut zu unseren Anforderungen paßt. Wir können dort auch Lebensmittel lagern und an alle Bezirke verteilen. Der Mietvertrag läuft zunächst für ein Jahr. Anschließend werden wir uns überlegen, ob wir die Mietzeit verlängern oder selbst unser eigenes Gebäude bauen.

Wir haben uns mit Herrn Buche, dem Eigentümer des neuen Buche Supermarkts auf der Reservation getroffen. Er hat sich dazu bereit erklärt, mit uns zusammenzuarbeiten und wird uns in Zukunft mit Fleisch und Haushaltsgegenständen wie z. B. Toilettenpapier, Waschpulver, Windeln, Shampoo, usw. versorgen. Wir hatten diese Haushaltswaren in der Vergangenheit bereits in unserem Programm und haben die Sachen mit den Lebensmittelboxen ausgeliefert. Eine Zeitlang haben wir jedoch damit ausgesetzt, da wir keinen günstigen Lieferanten gefunden haben und der alte weggefallen war.

Der Medicine Root District Community Development Council arbeitet mit uns und wird uns Land zur Errichtung von großen Gewächshäusern und der Einrichtung von Gärten zur Verfügung stellen. Wir können von ihnen auch Land zur Errichtung eines eigenen Gebäudes als Lebensmittelverteilzentrum bekommen.

 

Ausweitung des Holzprogramms

 

Holz spalten

 

Wir arbeiten daran, ein Holzprogramm für jeden Bezirk einzurichten. Wir haben es zunächst so versucht, dass wir Einzelpersonen mit den nötigen Werkzeugen ausgerüstet haben. Das hat jedoch nicht zum erhofften Erfolg geführt und das Holz ist nicht dort gelandet, wo es hinsollte. In Allen und Manderson gibt es jetzt Holzprogramme für die jeweilige Gemeinde. Wir haben dafür die notwendigen Geräte und die Sicherheitsausrüstung gestellt. Unser Ziel ist es, ein funktionierendes Holzprogramm in jedem Bezirk einzurichten.

Matt Stoops ist jetzt der Finanzchef von One Spirit. Er arbeitet mit uns daran, einen strategischen Business-Plan aufzustellen als tragfähiges Fundament für die Zukunft von One Spirit.

 

Partnerschaft mit den Lakota

 

Kinder

 

Alles diese Projekte werden von Ihnen, der One Spirit Familie, voll und ganz unterstützt. Obwohl der Stamm nicht die finanziellen Möglichkeiten hatte, diese ganzen Projekte zu unterstützen, haben sie trotzdem ihren Anteil zur Partnerschaft zwischen den Lakota und One Spirit beigetragen. Die ganze Arbeit, die mit diesen Projekten zusammenhängt, wird von Lakota erledigt. Sie leiten das Jugendzentrum, das Schlachthaus, das Lebensmittelprogramm und das Holzprogramm. Einer der Ältesten sagte, er hoffe, die Leute von One Spirit könnten den Erfolg sehen und würden mit ihrer Arbeit fortfahren. Er hätte das Gefühl, dass diese Partnerschaft einiges für seine Leute ändern würde.

Sie alle sollten jetzt einen Moment innehalten und den süßen Geruch des Erfolgs genießen. Sie haben One Spirit bei jedem Schritt begleitet und unser Erfolg wurde durch Sie möglich. Es war immer eine Geschichte der Aufs und Abs, manchmal lustig, manchmal traurig, aber wir haben durchgehalten. (Ich glaube, das habe ich neulich schon mal irgendwo gehört!)

Sie sind alle ganz wunderbar und ich bin stolz auf One Spirit und auf das, was der Name heute bedeutet. Es gibt noch viel für uns zu tun, aber jetzt im Moment können wir uns einfach über das Erreichte freuen.

 

Jeri Baker
Chefin One Spirit

 

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok