Jahresrückblick 2018 One Spirit Deutschland

 

Wir von One Spirit Deutschland blicken auf ein erfolgreiches, aber auch schwieriges Jahr 2018 zurück. Wir haben mit großer Freude die Erfolge in den USA und den ersten Besuch einer Abordnung von OS USA bei uns erlebt, waren aber auch in zunehmender Sorge ob der Trumpschen Politik bezüglich der Ureinwohner. So wurden weiter fleißig verschiedene Projekte zur Gewinnung von Bodenschätzen auf und neben dem Land verschiedener Stämme vorangetrieben; Proteste und Einspruch von Stammesräten, Umweltorganisationen und anderen wurden von der Trumpschen Administration beiseite gewischt.

Des Weiteren hatten wir mit der zunehmenden Bürokratisierung (Neuregelung Datenschutz) zu  tun und kamen auch personell an unsere Grenzen: Wir sind ein kleiner Haufen Indianerinteressierter und erledigen alle anfallenden Arbeiten für den Verein ehrenamtlich, also neben Vollzeitjob, Einsatz für die Familie und teils auch mit gesundheitlichen Einschränkungen. Im vergangenen Jahr kam einiges bei unseren Mitgliedern zusammen, von Jobwechsel über Umzug in ein neues Land bis zu Begleitung und Pflege erkrankter Familienangehöriger. Leider konnten wir daher unseren Verein nicht so vorantreiben, wie wir es gern getan hätten und einiges blieb auf der Strecke. So entfiel unser deutscher Newsletter, die Kommunikation mit Interessierten verlief etwas schleppend und wir konnten nicht so viele Veranstaltungen besuchen, wie wir das gern getan hätten. Aber wir haben unsere ganze Zeit und Kraft darauf verwandt, die Grundlagen am Laufen zu halten, also z. B. dass die Spenden rechtzeitig in die USA kommen, die Betreuung der Sponsoren und der Website. Umso mehr freuen wir uns, dass im vergangenen Jahr 2 neue Mitglieder den Weg zu uns gefunden haben und uns bereits tatkräftig unterstützen.

 

Nun ein kleiner Überblick über die Aktivitäten von OS Deutschland 2018:

 

Teilnahme am Indianer – Inuit – Filmfestival Stuttgart

Einige Mitglieder von One Spirit Deutschland besuchten im Januar das Indianer-Inuit-Filmfestival in Stuttgart. Dort findet sich alle 2 Jahre ein mit der Materie vertrautes, sehr interessiertes Publikum ein. Unsere Mitglieder sahen viele aktuelle Filme, kamen ins Gespräch mit Verantwortlichen und Organisatoren, knüpften Kontakte und konnten One Spirit bekannter machen.
Unter diesem Link https://www.nordamerika-filmfestival.com/ kann das Programm noch eingesehen werden.

 

 

Teilnahme an den Karl May Festtagen Radebeul

Diesmal mit Besuch aus den USA. Die Gründerin von One Spirit, Jeri Baker und der Lakota-Älteste John Bad Wound als Abgesandter des Jugendzentrums in Allen, besuchten uns und waren vom Interesse und der Begeisterung über die indian. Kultur der Besucher in Radebeul beeindruckt. Besonders John war begeistert über das Interesse und die vielen Fragen der Menschen und musste mit auf viele Fotos. Er konnte gar nicht glauben, dass die Deutschen ihn so mochten, weil er Lakota ist – ein Umstand, wegen dem er in seinem Heimatland oft als Mensch 2. Klasse behandelt wird. Er konnte den Besuchern von der Lage der Lakota berichten und was die Arbeit von One Spirit schon bewirken konnte. Auch an der Geschichtennacht am Lagerfeuer durften wir teilnehmen und John erntete mit seiner Geschichte viele Lacher. Auch am Prolog der Karl May Festtage im Karl May Museum Radebeul duften wir teilnehmen und unsere Arbeit den Besuchern vorstellen.

 

Des Weiteren konnten wir in vielen persönlichen Gesprächen, Telefonaten und auch schriftlich Interessierten die schwierige Lage der Lakota in Pine Ridge schildern und die Arbeit von One Spirit bekannter machen. Es gelang uns auch, 2018 mehr Spenden als im Vorjahr zu gewinnen und so zum Gelingen der Programme und der Verbesserung der Lebenssituation auf der Reservation beizutragen. Dafür sind wir Ihnen, unseren Unterstützern und Sponsoren, sehr dankbar und wollen Ihnen mit diesem Rückblick zeigen, wofür Ihre Spenden verwendet wurden.

Vor unserer Hütte auf dem Karl-May-Fest

 

Ausblick 2019

  • Karl May Festtage: wir nehmen erneut teil und hoffen auch in diesem Jahr auf Besuch aus den USA, die Vorbereitungen dafür sind in vollem Gange
  • Unterstützung indianischer Künstler/Begleitung bei Auftritten
  • Besuch von Veranstaltungen aus dem Indianistik- und Countrybereich, um One Spirit bekannter zu machen

Wir freuen uns auf das neue Jahr und die kommenden Aufgaben und hoffen, dass wir mit Ihrer Unterstützung weiterhin dazu beitragen können, die Lebensbedingungen auf Pine Ridge zu verbessern. Wir sind gespannt, wie sich das Büffelschlachthaus und die geplanten Lebensmittel-Zentren entwickeln werden. Wir werden Sie auf dem Laufenden halten und sind optimistisch, dies 2019 wieder regelmäßig und zeitnah tun zu können.

 

Danke, dass Sie diesen Weg mit uns gemeinsam gehen. Wopila tanka!

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